Vinylböden sind eine beliebte Wahl für Wohnräume, da sie strapazierfähig, pflegeleicht und einfach zu verlegen sind. Ob Klick-Vinyl, selbstklebende Varianten oder vollflächig verklebte Böden – jede Methode hat ihre eigenen Vorteile. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Vinylboden professionell verlegen und worauf Sie achten sollten.
Bevor Sie mit der Verlegung beginnen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie das richtige Material zur Verfügung haben. Abhängig von der gewählten Verlegeart benötigen Sie:
Folgende Werkzeuge erleichtern die Arbeit und sorgen für eine präzise Verlegung:
Ein optimal vorbereiteter Untergrund ist entscheidend für die Haltbarkeit und Optik des Vinylbodens.
1. Sockelleisten entfernen
Falls sich alte Sockelleisten an den Wänden befinden, sollten diese vorsichtig entfernt werden. Sie können später durch neue ersetzt oder nach der Verlegung erneut angebracht werden.
2. Alten Bodenbelag entfernen
Ob Laminat, Teppich oder alter Vinylboden – in den meisten Fällen sollte der alte Belag entfernt werden, um eine gleichmäßige Oberfläche zu schaffen.
3. Untergrundvorbereitung
Der Untergrund muss trocken, sauber und eben sein. Unebenheiten über 3 mm sollten mit einer Ausgleichsmasse korrigiert werden. Staub und Schmutz sind gründlich zu entfernen.
4. Boden abschleifen (falls notwendig)
Falls der Untergrund Unebenheiten oder Klebereste aufweist, kann es erforderlich sein, ihn leicht anzuschleifen oder mit einer Bodenschleifmaschine zu bearbeiten.
Nun beginnt die eigentliche Verlegung des Vinylbodens. Hier gibt es verschiedene Methoden je nach Bodenart.
1. Mittelachse ziehen
Es ist wichtig, den ersten Streifen Vinyls gerade auszurichten. Ziehen Sie mit einer Schlagschnur eine Mittellinie, um den Boden symmetrisch zu verlegen.
2. Richtung Wand verlegen
Beginnen Sie mit der ersten Reihe entlang der Wand, wobei Sie eine Dehnungsfuge von etwa 5 mm lassen. Dies verhindert Spannungen im Material.
3. Vinylboden kleben (bei verklebten Varianten)
Bei vollflächig verklebtem Vinyl tragen Sie den speziellen Klebstoff mit einer Zahnspachtel auf den Boden auf und drücken das Vinyl mit einer Rolle oder Walze an.
4. Vinylboden um Heizungsrohre verlegen
Schneiden Sie an den Stellen, an denen Heizungsrohre oder Türrahmen sind, die Vinylplatten passgenau aus. Nutzen Sie hierfür ein Cuttermesser oder eine Lochsäge.
5. Endstücke anpassen
Die letzte Reihe muss häufig zugeschnitten werden, um in die verbleibende Lücke zu passen. Messen Sie sorgfältig und schneiden Sie das Material entsprechend zu.
Sobald der Boden verlegt ist, müssen noch einige abschließende Arbeiten durchgeführt werden.
1. Sockelleisten montieren
Die Sockelleisten werden entlang der Wände angebracht, um einen sauberen Übergang zu schaffen. Sie verdecken die Dehnungsfuge und sorgen für eine optisch ansprechende Kante.
2. Übergangsprofile anbringen
Falls sich der Vinylboden an Türschwellen oder an andere Bodenbeläge anschließt, sollten passende Übergangsprofile montiert werden. Diese verhindern Stolperfallen und schützen die Kanten des Bodens.
Mit der richtigen Vorbereitung und der passenden Verlegetechnik ist es möglich, Vinylböden selbstständig zu verlegen und ein professionelles Ergebnis zu erzielen. Achten Sie auf einen ebenen Untergrund, die korrekte Verlegerichtung und eine saubere Verarbeitung der Abschlussleisten. Egal, ob Sie sich für Klick-Vinyl oder vollflächig verklebten Boden entscheiden – mit diesen Schritten gelingt die Verlegung garantiert!